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AktivistInnen gegen Sarrazin-Besuch in Bremen

AktivistInnen gegen Sarrazin-Besuch in Bremen (YouTube-Video)

Die Bremer CDU hat zu einer Po­di­ums­dis­kus­si­on zum Thema Eu­ro­kri­se ein­ge­la­den. Als „Star­gast“ haben die ChristdemokratInnen Thilo Sar­ra­zin in die ‚Elite’-Stadt gelockt, der seine kru­den Ideen eines Eu­ro­pas, in dem sich jede/r selbst hel­fen soll­te, zum Bes­ten gab.

Nicht erst seit sei­nem letz­ten Buch ‚Deutsch­land schafft sich ab’ steht Sar­ra­zin für ein Welt­bild, das so­zia­le Aus­gren­zung und Vor­ur­tei­le ge­gen­über be­nach­tei­lig­ten Grup­pen recht­fer­tigt und durch­aus nicht auf taube Ohren im ge­sell­schaft­li­chen Main­stream stößt.

Dass nun die CDU Sarrazin´s na­tio­na­lis­ti­schen und rechts­po­pu­lis­ti­schen Vor­stel­lun­gen eine Platt­form ge­ben wollte, haben mehrere ‚Gäste‘ der Veranstaltung, denen es trotz strenger Einlasskontrollen gelang ins Konsul-Hackfeld-Haus reinzukommen, nicht hin­genommen. Sie unterbrachen mehrmals den SPD-Politiker und hinderten ihn so oft am Reden.

Doch auch vor dem Veranstaltungsort regte sich lauthals Protest. Über 100 DemonstrantInnen versuchten mit Sprechchören, Sarrazin aus dem Konzept zu bringen. Was auch gelang, sichtlich genervt hat der ehemalige Berliner Finanzsenator mehrmals den Veranstalter aufgefordert, doch endlich die Fenster zu schließen, um ungestört referieren zu können.

Die Linkspartei sperrte zuvor symbolisch den Veranstaltungsort mit einem Absperrband ab, und erklärte das Gelände zur ‚Sarrazin-freien Bannmeile’. Die friedliche Aktion sorgte dafür, dass der frühere Bundesbanker schwerbewacht durch den Hintereingang schlich, um ins Gebäude zu gelangen. Offensichtlich wollte er sich nicht den Demonstrierenden stellen.

Es zeigte sich einmal mehr, dass, bis auf die ChristdemokratInnen der Hansestadt, die BremerInnen nicht gewillt sind, Hetzern einen Raum für kru­de Ideen zu geben.